ANAA-Notfellchen Pintor – wie viel Pech kann ein Tier haben?

vor ein paar Tagen habe ich eine Entwarnung zu Pintor rum geschickt. die Fakten könnt Ihr seinem neuen Vermittlungstext entnehmen 🙁 – einfach unglaublich, 2 gecancelte Adoptionen NACH positiver VK. Bitte stellt unseren Pechvogel doch wieder auf Euren Seiten ein und verteilt ihn weitläufig weiter…..  

Pintor, *04/2008, sehbehindert

Pintor (04/2008) kommt ursprünglich aus Spanien und hat in den Jahren seines Lebens schon oft Pech gehabt, angefangen mit seiner Fellfarbe über seine Sehbehinderung bis hin zum Tod seines Frauchens. Damit nicht genug… 2 x war er jetzt eigentlich vermittelt, alle Formalitäten waren erledigt, die Vorkontrollen abgeschlossen, der Transport in Planung – und dann haben innerhalb von wenigen Wochen beide Interessenten einen Rückzieher gemacht – unverständlich. Abgesehen von der Zeit und den Kosten, die das alle mit sich bringt, sitzt der arme Kerl nun immer noch auf seiner Pflegestelle in Berlin.

In Madrid wurde Pintor mit seinen Geschwistern 2008 von der Straße aufgenommen, alle hatten furchtbare Augen, einigen konnte geholfen werden, aber Pintor war einer derjenigen, dessen Augen so schlimm geschädigt waren, dass das linke entfernt werden musste, aber auch sein rechtes hat nun noch ein vermindertes Sehvermögen.

2009 wurde Pintor gemeinsam mit Bruder Jardinero von einer Pflegestelle in Deutschland aus vermittelt und hatte für eine gewisse Zeit ein Zuhause. Im November 2015 erhielten wir einen Anruf, dass Pintor und Jardinero sowie eine 3. Katze eines anderen Vereines, die wir ebenfalls übernommen haben, innerhalb der nächsten 30 Minuten abgeholt werden müssten. Unsere 1. Vorsitzende machte sich sofort mit Boxen auf den Weg und die drei wurden dann mangels Pflegestellen in einer Tierpension untergebracht. Das schwer kranke Frauchen begab sich in Kurzzeitpflege, von dort kam sie in eine Palliativstation, wo sie verstarb. Das erfuhren wir aber erst Monate später. Bei Abholung sind alle 3 Katzen per Rückgabeformular an unseren Verein abgegeben worden, so dass wir  bereits gleich mit der Suche nach Zuhause anfingen. Das war, wie geschrieben, im November 2015.

Nach Monaten in der Pension sind alle 3 Katzen auf verschiedene Pflegestellen verteilt worden und Jardinero hatte das große Glück, kurz vor Weihnachten 2016 ein Zuhause zu finden.

Im September 2016 reiste Pintor auf seine Pflegestelle in Berlin und lebte sich ziemlich schnell ein, ließ sich auch sofort von seinen Pflegeeltern streicheln. Nach kürzester Zeit hat sich Pintor mit seiner süßen Art auch schon in ihre Herzen geschlichen, so folgt er seinem Pflegefrauchen beispielsweise auf Schritt und Tritt und möchte am liebsten überall dabei sein.

Sobald es heißt „Schlafenszeit“ hüpft der Kleine mit ins Bett und legt sich auf den Bauch seines Pflegefrauchens, wo er dann meist auch die ganze Nacht bleibt und einem mit wohligem Schnurren in den Schlaf begleitet. Wenn man nachts aufsteht läuft Pintor einem meist hinterher und folgt einem dann sofort wieder ins Bett. Hier merkt man schon ganz klar, dass er sehr menschenbezogen und kuschelbedürftig ist. Das zeigt der süße Fratz einem auch nochmal indem er einem mit der Pfote anstupst, wenn er gestreichelt werden möchte.

 

Pintor ist vom Wesen her sehr neugierig, aber eher ruhig und schläft viel, gerne auch auf dem Schoß oder einem warmen Platz an der Heizung.

Ein bis zweimal am Tag hat aber auch er seine „5 Minuten“ und rennt wie ein Verrückter durch die Wohnung.

Spielen tut Pintor auch sehr gerne mit einer Schnur oder was sonst so zu finden ist (Haargummi, Papierkugel,…), der Fantasie sind da keine Grenzen gesetzt.

 

Mit dem Kater, welcher auf der Pflegestelle lebt, spielt Pintor eher selten, was aber auch daran liegen kann, dass dieser sehr grob beim Spielen ist, was Pintor nicht so mag. Trotz seiner zierlichen Statue kann sich Pintor jedoch sehr gut gegen den Kater der Pflegestelle behaupten, ab und zu versucht Pintor aber trotzdem den Kater zum Spielen zu animieren. Dieses Verhalten zeigt, dass er schon Interesse am Spielen mit Artgenossen hat, also kätzische Gesellschaft benötigt. So könnte zum Beispiel sein Bruder Jardinero mit in sein neues zu Hause umziehen, mit diesem hatte Pintor bis zu seinem Umzug auf die Pflegestelle in Berlin sein ganzes Leben verbracht. In der Pension haben Jardinero und Pintor  gerne zusammen getobt und sich auch sonst gut verstanden.

Andere soziale Katzengesellschaft ist jedoch ebenso denkbar, solange diese nicht zu aktiv ist oder nur einen Raufkumpel sucht.

 

Pintor frisst am liebsten Trockenfutter, manchmal klaut er aber auch Nassfutter von dem Kater der Pflegestelle wenn dieses Lachs, Shrimps, Forelle oder Thunfisch enthält. Wenn Pintor Hunger hat, fordert er sein Futter manchmal auch lautstark ein, sobald man die Küche betritt.

Dann erhielt Pintor eine vielversprechende Anfrage, alles war geklärt und dann plötzlich war die Adoptantin verstimmt, wegen Nichtigkeiten und stornierte nach erfolgtem Vorbesuch seine Adoption. Nicht lange danach hatte Pintor weitere Anfragen, einige leider nicht geeignet, eine sehr vielversprechend. Nach dem positiven Vorbesuch fragte die Pflegestelle am nächsten Tag wg. des Transportes an, wurde den Abend ignoriert und am nächsten Morgen teilte man uns mit, man würde nun doch ein anderes Tier nehmen – Pintor sei doch sehr gut in seinem Zuhause aufgehoben!

Es handelt sich nicht um ein Zuhause sondern eine Pflegestelle, für die bereits eine neue Katze aus dem spanischen Tierheim geplant war, welche einen der begehrten Plätze für eine Straßenkatze frei machen sollte – welche nun weiter auf der Straße leben muss.

 

Was ist falsch an Pintor? Ist es seine Fellfarbe, sein Alter oder seine Sehbehinderung? Wie kann ein Kater so viel Pech haben?

 

Pintor sucht nun endlich gewissenhafte Menschen, die ihn nicht wieder in der letzten Minute „im Regen stehen lassen“. Er benötigt nette Katzengesellschaft und würde sich über einen richtig gesicherten Balkon (und nicht nur auf eine Höhe von 1,50m) sehr freuen. Er ist aktuell gg. Katzenschnupfen und –seuche sowie Tollwut geimpft und selbstverständlich gechipt und kastriert.

 

Bitte lesen Sie sich vor Anfrage unseren Vermittlungsablauf und –vertrag auf unserer Seite www.anaa-katzen.de durch, einige Fragen können damit im Vorfeld geklärt werden.

Wer unserem Pechvogel nun endlich ein schönes Zuhause bieten möchte, der wendet sich bitte an

Kontakt: Frau Ridder  kerstin@anaa-katzen.de  05751/4099461

 

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